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            <title>38. Landesdelegiertenkonferenz Brandenburg: Anträge</title>
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                <title>38. Landesdelegiertenkonferenz Brandenburg: Anträge</title>
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                        <title>F2: Tagesordnung</title>
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                        <author>Landesvorstannd (beschlossen am: 24.10.2016)</author>
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                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die LDK möge folgende Tagesordnung beschließen:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Neudelegiertentreffen ab 10:00 Uhr</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>10:30 <strong>TOP 1 Grußworte und Formalia</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>11:00 <strong>TOP 2 Politische Reden </strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>11:30 <strong>TOP 3 Leitanträge</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>12:45 <strong>Mittagspause </strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>13:30 <strong>TOP 4 Wahlen</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>18:00 <strong>TOP 5 Satzung</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>18:30 <strong>TOP 6 Haushalt </strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>18:45 <strong>TOP 7 Anträge Verschiedenes</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Ende gegen 20:00</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>[Zeitangaben ohne Gewähr!]</p></div></div><h2>Begründung</h2>]]></description>
                        <pubDate>Sat, 29 Oct 2016 09:26:00 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>V4: Bündnisgrüne Forderungen an die gemeinsame Landesplanung von Brandenburg und Berlin</title>
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                        <author>LAG Baukultur (beschlossen am: 28.10.2016)</author>
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                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Unter <a href="https://online-beteiligung.org/lephr/">https://online-beteiligung.org/lephr/</a> sind alle Bürgerinnen und Bürger, alle Träger öffentlicher Belange, also die Gebietskörperschaften und Körperschaften öffentlichen Rechtes sowie alle anerkannten Verbände und Unternehmen der Daseinsvorsorge, aufgerufen, sich mit Stellungnahmen bis zum 15.12.2016 zu beteiligen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Wir rufen alle Brandenburgerinnen und Brandenburger, alle Berlinerinnen und Berliner auf, hier Ihre Interessen zu vertreten und ihre Meinung zu diesem wichtigen Baustein zur Entwicklung des Landes kund zu tun. </strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Landesentwicklungsplan Hauptstadtregion (LEP-HR) setzt keine planerischen, in die Zukunft gerichteten Ziele, sondern schreibt die Entwicklung der Vergangenheit bloß fort und ignoriert in bekannter Weise die Probleme des Landes. Eine zukunftsorientierte Landesplanung muss sich an der vorhandenen Nachhaltigkeitsstrategie orientieren und Ziele sowie Aufgaben einer tragfähigen Klimaschutzplanung vorgeben. Der LEP-HR arbeitet die Mängel des derzeit noch gültigen Landesentwicklungsplans Berlin-Brandenburg (LEP-BB) nicht auf, sondern schreibt die Konzeption des „Stärken stärken“ fort und schwächt so die Ländlichen Räume. Er erkennt nicht die dynamische Entwicklung in den ländlichen Räumen der letzten Jahre an. Gerade die Kleinstädte außerhalb des Berliner Umlandes werden hierdurch entscheidend benachteiligt. Die Mobilitätsstrategie muss im LEP HR integriert werden, dabei die Anforderungen der wachsenden Metropole berücksichtigen und Stadtentwicklung und umweltfreundliche Mobilität miteinander verknüpfen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Wir fordern die gemeinsame Landesplanung (GL) und damit die Landesregierungen auf, die Zukunftspotenziale Brandenburgs und Berlins, aber auch die Konflikte endlich wahrzunehmen und die Weichen für eine zukunftsfähige Entwicklung in allen Regionen zu stellen. </strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die GL verdrängt wesentliche Probleme und Themen des Landes, indem sie diese in eigenständige Planwerke auslagert und so dem öffentlichen Diskurs beim LEP-HR entzieht: Die Braunkohle wird in eigenen Braunkohleplänen und der Flughafen im Landesentwicklungsplan Flughafenstandortentwicklung (LEP FS) behandelt, beides ohne jedwede Integration in den LEP HR. Die GL tut so, als gäbe es keine Braunkohlenproblematik. In der Festlegungskarte wird der Gestaltungsraum Siedlung unmittelbar an den BER herangeführt, als wenn hier kein regionaler Konflikt zu lösen wäre. Das ist ein schwerliegender Fehler. Ferner muss hier das vom Parlament beschlossene landesplanerische Nachtflugverbot berücksichtigt werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Wir fordern die Regierungen von Brandenburg und Berlin auf, endlich eine integrierte und tragfähige Landesplanung für die gesamte Region aufzusetzen, die alle Themen in angemessener Weise behandelt und die Konflikte mit den Beteiligten ausficht. Der Verdrängungspolitik muss endlich ein Ende gesetzt werden.</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Das vorliegende Konzept des schlanken Planens ist abzulehnen, wenn die Regionalen Planungsgemeinschaften, die kommunalen Nachbarschaftsforen und die Kommunen und Bezirke nicht dergestalt gestärkt werden, dass sie die von der Landesplanung übernommenen Aufgaben auch tatsächlich übernehmen, sie die erforderlichen Leistungen erbringen können und wollen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Wir fordern daher detailliertere Planungen in einem angemessenen Maßstab und eine deutliche Stärkung der nachgeordneten Planungen. Das heißt mehr Kompetenz und Mittel in Kooperationen für Kommunen, Bezirke, Planungsgemeinschaften und Nachbarschaftsforen, koordiniert mit der GL. Tragfähige Planungen brauchen eine Umsetzungsstruktur und -instrumente, sonst hinterlassen sie von der Politik enttäuschte Bürgerinnen und Bürger.</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Das aus dem LEP-BB unverändert übernommene rudimentäre System der zentralörtlichen Gliederung ist nicht tragfähig. Eine verantwortungsvolle Landesplanung muss Aussagen über die Grundversorgung treffen und darf diese auch nicht an die Kommunen delegieren, ohne diesen die Instrumente hierfür zu geben. Die GL kann nicht davon ausgehen, dass alle Kommunen die Grundversorgung absichern können. Damit ist der zentrale Anspruch einer „nachhaltigen Raumentwicklung“ und die Aufrechterhaltung „gleichwertiger Lebensverhältnisse“, gefährdet.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die rein technokratische Bewertung und Definition der Mittelzentren über Bewertungsalgorithmen ist für viele bedeutende Städte in Brandenburg fatal und zeigt den fehlenden planerischen Willen der GL. Unter Berücksichtigung der aktuellen Bevölkerungsentwicklung ist es nicht nachvollziehbar, warum Angermünde, Dahme/Mark und Luckau nicht Mittelzentren sowie Calau und Vetschau oder Fürstenberg/Havel und Lychen nicht zumindest in Funktionsteilung Mittelzentren sind. Weitere mögliche Kandidaten für Mittelzentren könnten Baruth/Mark, Fehrbellin oder Storkow (Mark) sein. Ihre wichtige und bestehende Funktion als Anker im Raum können diese bedeutenden Städte Brandenburgs ansonsten schwer erbringen. Die zu starke Bündelung von Angeboten der Daseinsvorsorge und die Konzentration von Siedlungsentwicklung auf derart wenige zentrale Orte halten wir für einen strukturellen Fehler dieser Landesplanung.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Wir fordern daher detaillierte Aussagen über die Grundversorgung im Raum, die Prüfung und Ausweisung weiterer Mittelzentren aufgrund planerischer Kriterien, damit zukunftsfähige Städte in den ländlichen Räumen eine Entwicklungschance erhalten und ihre wichtigen Funktionen für die ländlichen Räume auch weiterhin dauerhaft ausüben können. </strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die grundsätzlich begrüßenswerte Entwicklung entlang des Siedlungssternes mit einem sogenannten Sprung in die zweite Reihe bedarf erstens einer starken Führung durch die GL und zweitens einer attraktiven und leistungsfähigen Infrastruktur.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Wir fordern daher:</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>1. Die GL muss, z.B. im Rahmen der kommunalen Nachbarschaftsforen oder der Regionalparks, mit den Gemeinden im Berliner Umland in einen Kommunikationsprozess mit dem Ziel einer nachhaltigen Siedlungsentwicklung treten, will sie das Ziel des Siedlungssternes nicht an Partikularinteressen einzelner Gemeinden verlieren. Hierfür sind genauere planerische Aussagen für das Berliner Umland in einem detaillierteren Maßstab als derzeit zu treffen.</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>2. Einen konsequenten und beschleunigten Ausbau der schienengebundenen Infrastruktur. Besonders hohe Bedarfe im Berliner Umland sehen wir vor allem im Anschluss der Dresdner Bahn und der Görlitzer Bahn in den Strecken nach Falkensee, Potsdam und Teltow-Stahnsdorf. Wir fordern die Landesregierungen auf, diese Projekte im Bundesverkehrswegeplan priorisiert zu verfolgen. </strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Reduktion der zusätzlichen Flächeninanspruchnahme kann nicht nur zu Lasten der ländlichen Räume gehen. Die Notwendigkeit der Intensivierung der Siedlungsentwicklung der Innenbereiche betrifft große Städte ebenso wie kleine Dörfer. Das Ziel der flächensparenden Siedlungsentwicklung entlastet auch die technische und soziale Infrastruktur und wird auch im Plan benannt. Es fehlen aber wirksame Instrumente zur Umsetzung in den konkreten Themenbereichen Gewerbe und Wohnen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Wir fordern daher, im Landesentwicklungsplan dieses Thema nicht nur zu beschreiben, sondern auch brauchbare Instrumente zur Zielerreichung anzubieten. So müssen die Kommunen für die Identifizierung und Aktivierung der Innenentwicklungspotenziale gewonnen und gefördert werden. Dazu gehört auch eine veränderte Vergabepolitik des öffentlichen Grund und Bodens, eine gestärkte, aktive Stadtplanung und eine angepasste, nachhaltige Verkehrsplanung. </strong></p></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>mündlich</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Sat, 29 Oct 2016 08:17:00 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>V3: Divest Brandenburg -  NOW !</title>
                        <link>https://ldk2016brandenburg.antragsgruen.de/ldk2016brandenburg/Divest_Brandenburg_-__NOW_-20723</link>
                        <author>Grüne Jugend Brandenburg (beschlossen am: 29.10.2016)</author>
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                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Kohlekraft ist Brandenburgs Klimakiller Nummer eins. Neben dem Schneckentempo beim Kohleausstieg in Brandenburg geben Land und Kommunen auch beim Ausstieg aus Geldanlagen in fossiler Energie kein gutes Bild ab. Ein weltweiter Ausstieg aus Kohlekraft und anderen fossilen Energieträgern wird aber nur dann gelingen, wenn die massiven Investitionen über Versicherungen, Pensionsfonds und öffentlichen Mitteln abgezogen und nachhaltig angelegt werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Deshalb fordern wir von Land und Kommunen ihr Kapital nicht in fossile Energieträger anzulegen! <strong>Das wollen wir erreichen durch:</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Klare Richtlinien die derartige Investitionen auf Landesebene und kommunaler Ebene zukünftig ausschließen.</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Empfehlungen und Beratung kommunaler Unternehmen, u.a. Sparkassen, ebenfalls entsprechende Anlagegrundsätze zu beschließen.</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Das Land Brandenburg und unsere Kommunen sollten mit gutem Beispiel vorangehen. Wir fordern sie deshalb zu folgenden Schritten auf:</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Ihre Eigenanlagen im Hinblick auf Investitionen in fossile Energieträger zu untersuchen und diese Investitionen offenzulegen. Hier sind auch die grünen Mandatsträger*innen gefragt Anfragen an die Regierenden und die Verwaltung zu stellen.</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Ab sofort keine weiteren Investitionen in die fossile Energieindustrie vorzunehmen.</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Strategien zu erarbeiten, wie ein vollständiger Rückzug aller Geldanlagen aus Unternehmen der fossilen Energieindustrie umgesetzt werden kann. Im Rahmen dieser Strategie ist sicherzustellen, dass innerhalb von fünf Jahren alle Beteiligungen in Form von Aktien, Anleihen oder Fonds an fossilen Energieunternehmen abgestoßen werden.</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Wir verstehen nachhaltige Anlagenpolitik aber nicht nur in Bezug auf fossile Energien, sondern grundsätzlich sozial-ökologisch</strong>. Naschhaltige Anlagenpolitik hört für uns nicht beim Kappen von Finanzbeziehungen zu EPH, Shell und Co auf, sondern muss sich nach umfassenden sozial-ökologischen Kriterien richten. Wir fordern deshalb in einem weiteren Schritt Land und Kommunen auf Anlagerichtlinien zu erarbeiten, die ökologische, soziale und ethische Kriterien bei den Finanzanlagen des Landes und der Kommunen berücksichtigen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Als ökologische und ethische Mindeststandards gelten dabei folgende Prinzipien:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Das Land, landeseigene Unternehmen, die von ihnen geführten Eigenanlagen und Versorgungseinrichtungen werden künftig keine Beteiligungen mehr an Unternehmen halten, die</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>• Kinderarbeit zulassen,</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>• Militärwaffen herstellen oder vertreiben,</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>• deren Geschäftsgrundlage auf der Extraktion, Veredelung oder dem</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Vertrieb von nuklearen oder fossilen Energieträgern (Ausnahme:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Erdgas) sowie der Energieerzeugung mit diesen Energieträgern beruht</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>• Mineralöl- oder Kohleprodukte extrahieren, veredeln oder vertreiben,</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>• Schiefergasgewinnung („Fracking“) betreiben</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Darüber hinaus sollen die Finanzverwaltungen die Möglichkeit untersuchen, noch weitergehende ethische Anlagegrundsätze zu verfolgen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Solche wären z.B. der Ausschluss von Beteiligungen an Firmen, die</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>• Pflanzen oder Saatgut gentechnisch verändern,</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>• Tierversuche bei Kosmetika durchführen oder</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>• bei denen eklatante Bestechungs- oder Korruptionsfälle nachgewiesen worden sind.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Uns ist bewusst, dass der Weg hin zu einer sozial-ökologisch nachhaltigen Geldanlagepolitik weit ist. Wir wollen auf Kommunal- und Landesebene alle Akteure unterstützen, die sich auf diesen Weg machen. Oben beschriebenen Kriterien sollen dabei eine Richtschnur sei.</p></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Divestment aus fossilen Brennstoffen bedeutet das Kappen der finanziellen Verbindung mit dem fossilen Energiesektor. Anstatt durch den Kauf oder den Besitz von Aktien, Anleihen oder anderen Investitionen dieser Branche finanzielle Ressourcen für ihre zerstörerischen Aktivitäten bereitzustellen, ruft die Divestment-Kampagne zu einem Stopp solcher Investitionen und zur Desinvestition, also dem Verkauf fossiler Vermögenswerte, auf. Um den Planeten und seine Bewohner*Innen zu retten, sollten wir den fossilen Brennstoffsektor, der letztlich die Zerstörung des Planeten verursacht, weder aktiv unterstützen noch von dessen Geschäften profitieren.Rund zwei Drittel aller bekannten fossilen Energiereserven müssen im Boden bleiben, wenn wir den prognostizierten globalen Temperaturanstieg unter 2°C halten wollen. Nach der Klimakonferenz wurde klar, dass wir nur beim Unterschreiten von 1,5°C katastrophale Folgen höchstwahrscheinlich ausschließen können. Gegenwärtig investieren die Unternehmen im fossilen Brennstoffsektor massiv in neue Explorationen, und der Marktwert dieser Unternehmen spiegelt noch nicht die Tatsache wider, dass ein großer Teil der fossilen Reserven ihrenWert verliert, sobald der Markt realisiert, dass wir nicht alle vorhandenen Kohle-, Öl- und Gasreserven verkaufen oder verbrennen können. Das finanzielle Risiko, das sich für öffentliche und private Investor*innen aus dieser„Kohlenstoffblase“ ergibt, soll durch Divestment-Kampagnen auch thematisiert werden. Wenn staatliche Rentenkassen, Versicherungsunternehmen oder andere öffentliche Institutionen im großen Maße im fossilen Energiesektor investiert haben, macht sie das abhängig. Die Erwartung auf Gewinn aus diesen Investitionen schmälert damit unsere demokratische Fähigkeit, eine effektive Klimapolitik wie beispielsweise über ehrgeizige Emissionsreduktionsziele zu beschließen.</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Sat, 29 Oct 2016 00:37:00 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>F1 NEU: Gremienbesetzung </title>
                        <link>https://ldk2016brandenburg.antragsgruen.de/ldk2016brandenburg/Gremienbesetzung_-25305</link>
                        <author>Landesvorstand (beschlossen am: 24.10.2016)</author>
                        <guid>https://ldk2016brandenburg.antragsgruen.de/ldk2016brandenburg/Gremienbesetzung_-25305</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Landesdelegiertenkonferenz möge folgende Besetzungsvorschläge beschließen:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Präsidium</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Janny Armbruster (KV Potsdam)</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Cornelia Behm (KV Potsdam-Mittelmark)</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Marie-Luise von Halem (KV Potsdam)</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Thomas von Gizycki (KV Oberhavel)</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Antragskommission</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Mechthild Rünger (KV Potsdam)</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Gerd Gunkel (KV Havelland)</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Wahlkommission</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Benjamin Bremer(KV Potsdam)</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Vanessa Jordan-Heinrich (KV Oberspreewald-Lausitz)</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Ulli Reichardt (Landesgeschäftsstelle)</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Heike Volkmer (KV Dahme-Spreewald)</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Leonie Walter (KV Potsdam)</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Arabella Wintermayr (KV Potsdam)</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Mandatsprüfungskommission</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Ricarda Budke (Grüne Jugend)</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Sahra Damus (KV Frankfurt Oder)</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Anja Dannecker (Landesgeschäftsstelle)</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Max Niehues (Grüne Jugend)</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Nils Naber (KV Potsdam)</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Ulli Reichardt (Landesgeschäftsstelle)</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Arabella Wintermayr (KV Potsdam)</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Protokoll</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Anja Dannecker (Landesgeschäftsstelle)</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Ulli Reichardt (Landesgeschäftsstelle)</p></div></div><h2>Begründung</h2>]]></description>
                        <pubDate>Fri, 28 Oct 2016 22:51:00 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>H1: Haushaltsplan 2017 und mittelfristige Finanzplanung </title>
                        <link>https://ldk2016brandenburg.antragsgruen.de/ldk2016brandenburg/Haushaltsplan_2017_und_mittelfristige_Finanzplanung_-30975</link>
                        <author>Landesvorstand (beschlossen am: 24.10.2016)</author>
                        <guid>https://ldk2016brandenburg.antragsgruen.de/ldk2016brandenburg/Haushaltsplan_2017_und_mittelfristige_Finanzplanung_-30975</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><a href="http://gruenlink.de/1acq">http://gruenlink.de/1acq</a></p></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Den Haushalt für das Jahr 2017 mit mittelfristiger Finanzplanung findet ihr unter <a href="http://gruenlink.de/1acq">http://gruenlink.de/1acq </a>.</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Fri, 28 Oct 2016 21:54:00 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>S2: Gründe für einen Parteiausschluss (Satzung des Landesverbands)</title>
                        <link>https://ldk2016brandenburg.antragsgruen.de/ldk2016brandenburg/Gruende_fuer_einen_Parteiausschluss_Satzung_des_Landesverbands-27314</link>
                        <author>Landesvorstand (beschlossen am: 24.10.2016)</author>
                        <guid>https://ldk2016brandenburg.antragsgruen.de/ldk2016brandenburg/Gruende_fuer_einen_Parteiausschluss_Satzung_des_Landesverbands-27314</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>In § 16 Abs. 1 Satz 2 der Satzung des Landesverbandes wird</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>„vorsätzlich gegen die Satzung oder erheblich gegen das Programm von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Brandenburg verstoßen hat und der Partei nachweislich schweren Schaden zugefügt hat“</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>ersetzt bzw. ergänzt durch:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>„vorsätzlich gegen die Satzung oder erheblich gegen Grundsätze oder Ordnung von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Brandenburg verstoßen hat und der Partei damit schweren Schaden zugefügt hat“</p></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Als Gründe für einen Parteiausschluss ist in der Satzung des Landesverbandes der Verstoß gegen Satzung oder Programm der Partei genannt. Im Parteiengesetz sowie in der Satzung des Bundesverbandes werden jedoch als Gründe der Verstoß gegen Satzung, Grundsätze sowie Ordnung aufgelistet.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Ein Parteiprogramm hat lediglich eher einen aktuellen Charakter. Es kann daher durch konkrete politische Ereignisse durchaus auch einmal überholt werden. Die Grundsätze und Ordnung stehen jedoch für das Grundverständnis einer Partei. Nur wer gegen dieses Grundverständnis verstößt, sollte daher nicht mehr mit der Partei in Verbindung gebracht werden und nicht mehr Mitglied sein.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>In der Landessatzung sollen daher die entsprechenden Formulierungen aus dem Parteiengesetz übernommen werden.</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Fri, 28 Oct 2016 20:59:00 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>S1: Zuständigkeit für die Aufnahme von neuen Mitgliedern (Satzung des Landesverbands)</title>
                        <link>https://ldk2016brandenburg.antragsgruen.de/ldk2016brandenburg/Zustaendigkeit_fuer_die_Aufnahme_von_neuen_Mitgliedern_Satzung_des_Land-9067</link>
                        <author>Landesvorstand (beschlossen am: 24.10.2016)</author>
                        <guid>https://ldk2016brandenburg.antragsgruen.de/ldk2016brandenburg/Zustaendigkeit_fuer_die_Aufnahme_von_neuen_Mitgliedern_Satzung_des_Land-9067</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der § 2 Abs. 2 der Satzung des Landesverbandes wird ersetzt durch:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>„Die Aufnahme erfolgt nach schriftlicher Erklärung gemäß § 2 (1). Über die Aufnahme entscheidet grundsätzlich der Vorstand des für den Hauptwohnsitz oder den gewöhnlichen Aufenthaltsort zuständigen Gebietsverbands der jeweils untersten Ebene.“</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Nach § 2 Abs. 2 wird als neuer Abs. 3 angefügt:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>„Eine Zurückweisung des Aufnahmeantrages durch den Vorstand ist dem/der Bewerber*in gegenüber schriftlich zu begründen. Gegen die Ablehnung eines Aufnahmeantrages kann bei einer Mitgliederversammlung Einspruch eingelegt werden. Die Mitgliederversammlung entscheidet mit der Mehrheit der gültigen Stimmen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Bei einer erneuten Ablehnung kann der/die Bewerber*in beim Vorstand der nächst höheren Ebene Beschwerde einlegen. Dieser entscheidet dann nach Anhörung des Vorstands der unteren Ebene über den Aufnahmeantrag.“</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die bisherigen Absätze 3 bis 8 werden dann entsprechend zu 4 bis 9.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Im § 3 Abs 2 wird als Satz 2 neu eingefügt:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>„Für Mitglieder, die auch Mitglieder der Grünen Jugend Brandenburg sind, ist der Beitrag für den Jugendverband im Beitrag an die Partei enthalten.“</p></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ol start="1"><li>Die Zuständigkeit für die Aufnahme von neuen Mitgliedern liegt gemäß Satzung des Bundesverbands beim Vorstand des Gebietsverbands der jeweils untersten Ebene. In der jetzigen Fassung der Satzung des Landesverbands liegt sie jedoch „in der Regel“ beim Kreisvorstand. Dieser Widerspruch wird durch die Änderung aufgehoben.</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ol start="2"><li><p>Die Zurückweisung eines Aufnahmeantrages ist ein außergewöhnlicher Vorgang. Der respektvolle Umgang mit dem oder der Bewerber*in gebietet in diesem Fall eine schriftliche Begründung für die Entscheidung des zuständigen Vorstandes. Daher wurde der entsprechende Satz aus der Bundessatzung hier auch nochmal aufgenommen.</p></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ol start="3"><li><p>Dem/Der Bewerber*in soll die Möglichkeit im Falle der Ablehnung durch die unterste Ebene eingeräumt werden, die nächst höhere Ebene noch einmal einzuschalten.</p></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ol start="4"><li><p>Der Passus mit den Pflichten der Mitglieder ist auch im § 3 Abs. 2 enthalten und kann daher in § 2 wegfallen. Lediglich die Formulierung zu den Mitgliedsbeiträgen bei der Grünen Jugend ist in § 3 Abs. 2 noch zu ergänzen.</p></li></ol></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Fri, 28 Oct 2016 20:47:00 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>V2: Windenergie naturverträglich ausbauen </title>
                        <link>https://ldk2016brandenburg.antragsgruen.de/ldk2016brandenburg/Windenergie_naturvertraeglich_ausbauen_-64839</link>
                        <author>Landesvorstand (beschlossen am: 28.10.2016)</author>
                        <guid>https://ldk2016brandenburg.antragsgruen.de/ldk2016brandenburg/Windenergie_naturvertraeglich_ausbauen_-64839</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Als Bündnisgrüne kämpfen wir für wirksamen Klimaschutz. Um den Klimawandel auf ein verträgliches Maß zu reduzieren, müssen wir möglichst schnell unabhängig von fossilen Energieträgern werden. Im Bereich der Stromproduktion stellt die Windenergie eine entscheidende Säule dar. Der in Brandenburg produzierte Windstrom deckt bereits heute einen großen Anteil des Strombedarfs in Brandenburg und Berlin. Windenergieanlagen stellen allerdings auch einen Eingriff in die Natur dar, den wir so gering wie möglich halten wollen. Klimaschutzpolitik darf nicht kurzfristig zerstören, was sie langfristig zu schützen beabsichtigt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Ausweisung von Windeignungsflächen durch die Regionalen Planungsgemeinschaften halten wir für richtig. In den Genehmigungsverfahren, wo Windenergieanlagen errichtet werden können, muss allerdings der Artenschutz und der Schutz von Ökosystemen verstärkt berücksichtigt, auf fundierte biologische Erfassungen und Daten zurückgegriffen, sowie eine transparente und frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit und der Umweltverbände durchgeführt werden. Planungsrelevante Arten bedürfen dabei den bestmöglichen Schutz vor Nestzerstörungen, Vertreibung und Tötung. Grundlage für den Planungsprozess sind unabhängig erstellte Gutachten durch fachlich geeignete Gutachter, deren Bezahlung nicht erfolgsorientiert erfolgen darf. Dabei ist darauf zu achten, dass die Öffentlichkeit frühzeitig informiert wird, welche Beteiligungs­möglichkeiten sie hat, wie sie den Prozess beeinflussen kann und wo die Grenzen der Beteiligung liegen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir begrüßen die breite politische Unterstützung für die Energiewende. Wir sind überzeugt, dass eine übergroße Mehrheit der Bevölkerung sich eine Energiewende wünscht, die den Naturschutz als immanenten Teil ihrer selbst betrachtet. Das sollte sich u. a. in den Forschungsgeldern widerspiegeln. Die öffentlichen Gelder, die in die technische Forschung zur Energiewende fließen, sollten von vornherein an die Bedingung geknüpft sein, möglichst naturverträgliche Lösungen zu entwickeln. Dazu gehört u.a. Forschung in neuere Formen von Windenergieanlagen (insbesondere zur Minderung der Lärmbelastung), bedarfsgerechte Befeuerung oder automatische Abschaltungen bei Gefährdungslagen. Auch für ein Monitoring der Auswirkungen auf Tiere müssen ausreichend Mittel zur Verfügung stehen. Die Energiewende kann nur davon profitieren, wenn Fakten frühzeitig zur Verfügung stehen, um Lösungen im Sinne des Naturschutzes zu finden und Klagen zu vermeiden, die die Genehmigung und Bau von Anlagen verzögern und die Investitionssicherheit massiv beeinträchtigen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Windenergie ist ein wichtiger Faktor unter vielen. Um die Klimaziele zu erreichen, kann und muss die Braunkohleverfeuerung zeitnah beendet werden. Es ist einer regionalen Akzeptanz der Energiewende nicht dienlich, wenn Brandenburg weit über den Bedarf Berlin-Brandenburgs hinaus Strom erzeugt, um diesen zu exportieren. Wir setzen uns für eine dezentrale Energiewende mit hoher lokaler Wertschöpfung ein. Neben der Verlagerung der Stromproduktion auf erneuerbare Energiequellen, muss weiter verstärkt auf Einsparung und Effizienz gesetzt werden. Eine übergeordnete ökologische Wirtschafts- und Finanzpolitik muss dafür sorgen, dass Innovationen in diesem Bereich nicht durch Reboundeffekte wieder zunichte gemacht werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Auf der LDK in Zossen haben wir uns klar dazu bekannt, dass der Ausbau der Erneuerbaren Energien Regeln haben muss. Vor diesem Hintergrund fordern wir für den Ausbau der Windenergie:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="1"><li>Im Rahmen der geplanten Funktionalreform lehnen wir eine Verlagerung der Immissionsschutzrechtlichen Genehmigungsverfahren (BImSchG ) und der darin vorgeschriebenen Umwelt-Prüfungen auf die Kreisebene aus fachlichen Gründen entschieden ab.</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="2"><li>Die Ermessensspielräume bei der Anordnung von Umweltverträglichkeitsprüfungen sollten von den Genehmigungsbehörden dahingehend ausgeschöpft werden, dass möglichst in jedem entsprechendem Genehmigungsverfahren für Windenergieanlagen eine UVP durchgeführt wird. Auflagen zum Betrieb der Windenergieanlagen (z.B. automatische Abschaltungen bei starkem Fledermausflug oder nach Ernte und Bodenbearbeitung der umliegenden Flächen) und zur Bewirtschaftung der umgebenden Flächen (z.B. Kartoffeln und Raps statt Grünlandnutzung) können zur Lösung von naturschutzfachlichen Konflikten beitragen. Ausgleichsmaßnahmen sollten sich auf die von den Anlagen betroffenen Naturräume und die Förderung Windanlagen-sensibler Arten konzentrieren.</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="3"><li>Die Qualität, der Umfang und die Unabhängigkeit der naturschutzfachlichen Untersuchungen in Genehmigungsverfahren muss durch die Genehmigungsbehörden sichergestellt und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="4"><li>Die Tierökologischen Abstandskriterien (TAK) müssen regelmäßig an den Stand der Wissenschaft angepasst werden (z.B. mit den Erkenntnissen des Helgoländer Papiers). Bei neuen Erkenntnissen müssen auch Bestandsanlagen überprüft werden.</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="5"><li>Das Ziel, in Brandenburg 2% der Landesfläche für Windenergie bereitzustellen, stellt für uns eine Obergrenze dar.</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="6"><li>Die Errichtung von Windenergieanlagen im Wald sehen wir sehr kritisch. Eine Ausweisung von Eignungsgebieten in artenreichen Waldgebieten lehnen wir ab. Nur in Kiefer-Monokulturen mit geringer Artenvielfalt kann nach Abwägung mit anderen Flächen die Nutzung möglicherweise einen geringeren Eingriff in die Natur darstellen, als in artenreichem Offenland.</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="7"><li>Für ganz Brandenburg fordern wir verbindliche Mindestabstände von Windenergieanlagen zur Wohnbebauung von 1.000 Metern im Landesentwicklungsplan (LEP) festzuschreiben. Die genaue Prüfung der immissionsschutzrechtlichen Verfahren, muss allerdings auch zu höheren Abständen führen können. Ein Einkreisung von Orten ist zu vermeiden.</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="8"><li>Die dauerhaft nächtliche Befeuerung von Windenergieanlagen ist durch die rechtliche Zulassung von bedarfsgerechter Befeuerung überflüssig geworden. Gesetzgebungen in Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein zeigen, dass eine schnelle und flächendeckende Verbreitung der technischen Möglichkeiten einer gesetzgeberischen Unterstützung bedürfen. Dabei ist uns wichtig, dass die Möglichkeiten zur Reduzierung der Lichtemissionen auch bei Bestands-anlagen ausgeschöpft werden.</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="9"><li><p>Mit einer hohen regionalen Wertschöpfung steigen die Chancen, dass Anwohner und Gemeinden von der Energiewende in Brandenburg profitieren. Dafür wollen wir in Brandenburg ein Gesetz zur finanziellen Beteiligung von Anwohner*innen und Anrainerkommunen, ähnlich dem in Mecklenburg-Vorpommern.</p></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="10"><li><p>Die Beobachtung und Dokumentation der ökologischen Qualität unseres Lebensraums braucht mehr personelle und wissenschaftliche Unterstützung. Hierfür müssen in Brandenburg mehr Gelder bereitgestellt werden.</p></li></ol></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die Genehmigungverfahren für Windenergieanlagen insbesondere ohne Umweltverträglichkeits-prüfung (UVP) sind intransparent und bergen die Gefahr, dass Konflikte mit dem Naturschutz nicht ausreichend berücksichtigt oder gar nicht erkannt werden. Die UVP in Kombination mit einer frühzeitigen Bürger- und Verbandsbeteiligung ist ein bewährtes Verfahren, um sicherzustellen, dass Genehmigungsanträge frühzeitig kritisch beleuchtet werden können und Abwägungen rechtssicher erfolgen. Für die Antragsteller ergeben sich nicht nur höhere Kosten und längere Bearbeitungszeiten, sondern auch eine höhere Rechtssicherheit der Genehmigung.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Wo Artenschutz mit ökonomischen Interessen kollidiert, ist es wichtig Objektivität sicherzustellen und sorgsam abzuwägen. Der Verdacht, dass naturschutzfachliche Gutachter von Antragstellern gekauft sein könnten, untergräbt das notwendige Vertrauen in die Objektivität des Genehmigungsprozesses. Grundlage hierzu sind unabhängig vom Interesse des Antragsstellers erstellte Gutachten und unabhängige Gutachter.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Das gezielte Töten und Vertreiben von geschützten Arten ist kein Kavaliersdelikt. Umweltkriminalität gegenüber geschützten Arten, wird nicht mit ausreichendem Nachdruck verfolgt. Verdachtsfälle, in denen geschützte Arten für die Windenergienutzung vertrieben worden sein sollen, müssen konsequent verfolgt werden. Vor allem, um eine vorbeugende und abschreckende Wirkung gegenüber potentiellen Tätern zu erzielen.</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Fri, 28 Oct 2016 20:33:00 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>L2: Bezahlbaren Wohnraum für alle schaffen – sozial gerecht und zukunftssicher!</title>
                        <link>https://ldk2016brandenburg.antragsgruen.de/ldk2016brandenburg/Bezahlbaren_Wohnraum_fuer_alle_schaffen__sozial_gerecht_und_zukunftssi-31861</link>
                        <author>Landesvorstand (beschlossen am: 24.10.2016)</author>
                        <guid>https://ldk2016brandenburg.antragsgruen.de/ldk2016brandenburg/Bezahlbaren_Wohnraum_fuer_alle_schaffen__sozial_gerecht_und_zukunftssi-31861</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Steigende Mieten und knapper werdender bezahlbarer Wohnraum belasten nicht mehr nur die Landeshauptstadt und die Gemeinden im Berliner Umland. Wohnraum für Menschen mit geringeren Einkommen, für Menschen im Leistungsbezug, Familien, Ältere, Behinderte, Studierende oder für Geflüchtete ist auch in Brandenburg immer schwieriger zu finden. Bündnis 90/Die Grünen sehen daher dringenden Bedarf, mehr sozial verträglichen Wohnraum mit tragbaren Mieten zu schaffen. Dabei wollen wir eine soziale Mischung der Bevölkerung in den Städten und Gemeinden im ganzen Land.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Das Wohnungsbauvermögen des Landes Brandenburg und das Landesprogramm für den sozialen Wohnungsbau (MietwohnungsbauförderungsR) wollen wir im Bereich Neubau von Mietwohnungen deutlich aufstocken. Die Fertigstellung neuer Wohnungen muss mit der Entwicklung der Anzahl von Haushalten Schritt halten. Die Richtlinie der Landesregierung zur Förderung des sozialen Wohnungsbaus (MietwohnungbauförderungsR) wollen wir überarbeiten und entbürokratisieren.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Kommunale Wohnungsunternehmen sollen Wohnungen mit bezahlbaren Nettokaltmieten schaffen, die an die Bewirtschaftungskosten gekoppelt und nicht markt- sondern sozialorientiert gestaltet sind.</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Für den Bau von dauerhaft gebundenen Sozialwohnungen sollen nicht nur Darlehen sondern auch Baukostenzuschüsse gewährt werden, um Miethöhen im Bereich des jeweiligen KdU-Satzes der Kommunen (Kosten für Unterkunft und Heizung) zu gewährleisten. Wir wollen auch mehr bezahlbaren Wohnraum für mittlere Einkommen schaffen und den Bau von Wohnungen bezuschussen, deren Miethöhen bis zu maximal zwanzig Prozent über dem jeweiligen KdU-Satz der Kommunen liegen können. Die Höhe des Baukostenzuschusses ermittelt sich aus den vom Bundesamt für Bauwesen veröffentlichten Baukosten abzüglich des durch die o.g. Mieteinnahmen zu refinanzierenden Kredits abzüglich weiterer Förderungen (KfW, ILB, etc.), die Tilgung darf ein Prozent nicht übersteigen.</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>In Regionen, die der Mietpreisbremse unterliegen, sollen kommunale und genossenschaftliche Wohnungsbauunternehmen in die Förderkulisse aufgenommen werden, auch ohne dass sie dafür innerstädtische „Vorranggebiete Wohnen“ und „Konsolidierungsgebiete der Wohnraumförderung“ ausweisen. Wir wollen auch private Eigentümer*innen, die nur eine Mietwohnung schaffen, in den Förderungskatalog aufnehmen. Die Belegungsbindung muss dauerhaft sein.</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Das Land muss die Kommunalen Wohnungsbaugesellschaften bei der Planung und Durchführung von Bauvorhaben besser beraten und unterstützen. Wo keine kommunalen Gesellschaften bestehen, soll das Land die Gründung solcher Wohnungsbaugesellschaften fachlich und finanziell befördern. Sollte die Bautätigkeit der Kommunalen Wohnungsbaugesellschaften weiter stagnieren, wollen wir die Gründung einer Landeswohnungsbaugesellschaft vorantreiben. Die Übernahme von Sozialwohnungen durch Kommunale Wohnungsbaugesellschaften wollen wir prüfen.</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Wir wollen die Eigeninitiative der Menschen stärken und die Gründung von Genossenschaften und Baugemeinschaften vorantreiben. Die Unterstützung des Gründungs- und Moderationsprozesses muss Teil der Förderung sein. Inklusives und Mehrgenerationenwohnen sowie Projekte mit Geflüchteten sollen besonders unterstützt werden.</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Kommunen, Land und Bund sind gefordert, Grundstücke für sozialen Wohnungsbau zu angemessenen Konditionen zur Verfügung zu stellen, vorrangig auf Erbpachtbasis. Für Projekte von Genossenschaften, Wohnungsbaugesellschaften oder Baugemeinschaften muss vom Versteigerungsprinzip zugunsten der sogenannten „Konzeptvergabe“ abgewichen werden.</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Für öffentlich geförderte Neubau- und Sanierungsvorhaben müssen zukunftssichere Standards gelten. Das betrifft die energetischen Qualitäten (Energiehausplus im Neubau), den Schallschutz und selbstverständlich die Belichtung und Belüftung ebenso wie die Verwendung von gesundheitlich unbedenklichen, ressourcenschonenden und nachhaltigen Baumaterialien und Bautechniken. Grundrisse müssen so flexibel sein, dass sie Raum für unterschiedliche Bedürfnisse lassen. Wohnungen sollen für alle Lebensphasen kompatibel, flexibel und anpassbar geplant werden.</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Die Sanierung bestehender Häuser und Gebäudekomplexe muss Vorrange vor neuen Bauvorhaben haben, die Nachverdichtung in Innenstädten Vorrang vor der Ausweisung neuer Baugebiete. Potentiale durch Aufstockungen, Dachausbauten und Konversion von Gewerbeflächen sollen für die Schaffung von preiswertem Wohnraum genutzt werden und so Entmischungstendenzen entgegenwirken. Wenn neue Stadtquartiere entstehen, wollen wir sozial gemischte Quartiere mit hohen ökologischen Standards und guter Infrastruktur. Anwohner*innen sollen von Anfang an der Planung beteiligt werden.</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Die Siedlungsentwicklung soll grundsätzlich nur im Innenbereich der Städte und Gemeinden stattfinden und darf sich nicht allein auf das Berliner Umland konzentrieren. Der Erhalt von Grün- und Frischluftschneisen rund um die Hauptstadt ist zu gewährleisten. Wir wollen Städte und Dörfer auch im berlinferneren Raum lebendig und attraktiv halten und sehen auch im weiteren Metropolenraum Zuzug als Chance zum Erhalt und zur Weiterentwicklung der Infrastruktur.</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Wohnraumförderung muss nachhaltig sein. Deshalb setzen wir uns auf Bundesebene für eine „Neue Wohnungsgemeinnützigkeit“ ein, damit mit Hilfe von Zuschüssen und steuerlicher Extra-Förderung dauerhaft und nachhaltig bezahlbarer Wohnraum geschaffen werden kann.</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Seit der Föderalismusreform 2006 gilt die alleinige Zuständigkeit der Länder für den Sozialen Wohnungsbau, 2020 wird die Bundesförderung enden. Wir streben eine Grundgesetzänderung und eine Aufhebung des Kooperationsverbots an, damit der Bund die Länder in Zukunft weiterhin beim Sozialen Wohnungsbau unterstützen kann.</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Die Fehlentwicklungen der letzten fünfundzwanzig Jahre müssen aufgearbeitet werden. In Zukunft dürfen Sozialwohnungen dem Wohnungsmarkt nicht mehr verloren gehen. Es ist notwendig, die Fördersysteme radikal umzugestalten.</p></li></ul></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Das Land Brandenburg hat den sozialen Wohnungsbau über viele Jahre hinweg stark vernachlässigt. Die Gesamtzahl aller Wohnungen mit Mietpreis und Belegungsbindung, sogenannter Sozialwohnungen, lag 2015 nur noch bei 54.100 gegenüber 76.400 im Jahr 2012. In den Jahren 2015 und 2016 wurde der Neubau von jährlich 405 Wohnungen gefördert.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Parallel dazu steigen die Mieten im Berliner Umland und in Potsdam dramatisch an. Die Mietpreisbremse konnte den Anstieg der Mieten nicht verhindern, Mieten von 10 € nettokalt sind schon heute keine Seltenheit mehr. Menschen im Leistungsbezug oder mit niedrigen Einkommen, Studierende, Familien, ältere Menschen, Menschen mit Behinderungen, Wohnungslose oder Geflüchtete können sich das nicht leisten und haben auf dem Wohnungsmarkt zunehmend weniger Chancen. Wenn in den nächsten Jahren zahlreiche weitere Wohnungen aus der Mietpreisbindung herausfallen, wird sich das Problem in Kommunen mit angespanntem Wohnungsmarkt weiter verschärfen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Bei einem Leerstand von etwa 10% in den Städten des weiteren Metropolenraums darf nicht nur der Neubau im Berliner Umland zur Lösung der Wohnungsnot herangezogen werden. Allgemein muss das Wachstum der Region gerecht verteilt werden. Voraussetzung sind attraktive Bahnverbindungen, der Erhalt und Ausbau einer leistungsfähigen öffentlichen Infrastruktur, eine bessere Präsentation Brandenburger Städte als Wohnstandort in Berlin und die proaktive Integration von Geflüchteten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Zwar hat die Landesregierung die Förderrichtlinien angepasst, für die Schaffung von Wohnraum für Geflüchtete zusätzlich Zuschüsse von 350 € je qm Wohnfläche eingeführt und die zur Verfügung stehenden Mittel deutlich erhöht (2015: 40 Mio. €, 2016 100 Mio. €), doch hat das bisher nicht zu einem sichtbaren Erfolg geführt. Im Zeitraum 1.1.2016 bis 30.6.2016 wurden lediglich in den Gemeinden Beeskow und Seelow Anträge auf Mietwohnraumförderung gestellt. Von insgesamt beantragten 28 Wohneinheiten sollen dort 22 Wohneinheiten mietpreis- und belegungsgebunden realisiert werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Darüber hinaus ist die ausufernde und unkontrollierte Flächeninanspruchnahme für Siedlung und Verkehrsinfrastruktur ein zentrales Problem der Siedlungsentwicklung. Nicht nur, dass hier wertvolle und für die regionale Versorgung und Erholung notwendige landwirtschaftliche Flächen und Wald verloren gehen, sondern das Thema der Aufrechterhaltung der sozialen und technischen Infrastruktur wird bei der Ausweisung neuer Baugebiete nicht hinreichend berücksichtigt. Wie vom Institut für ökologische Raumentwicklung Dresden in einem deutschlandweiten Forschungsprojekt nachgewiesen, lässt sich der absehbare Siedlungsbedarf in den Innenbereichen der Städte und Gemeinden decken.</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Fri, 28 Oct 2016 20:26:00 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>L1: Klimaverpflichtungen ernst nehmen - Kohleausstieg einleiten</title>
                        <link>https://ldk2016brandenburg.antragsgruen.de/ldk2016brandenburg/Klimaverpflichtungen_ernst_nehmen_-_Kohleausstieg_einleiten-16521</link>
                        <author>Landesvorstand (beschlossen am: 26.10.2016)</author>
                        <guid>https://ldk2016brandenburg.antragsgruen.de/ldk2016brandenburg/Klimaverpflichtungen_ernst_nehmen_-_Kohleausstieg_einleiten-16521</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Sozialverträglichen Kohleausstieg auf Bundesebene einleiten</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Ohne einen Kohleausstieg können keine Klimaziele erreicht werden. Das gilt im besonderen Maße für die Braunkohle als klimaschädlichsten Energieträger überhaupt. Während die Braunkohle 2014 nicht einmal ein Viertel der deutschen Stromproduktion erbrachte, war sie für über die Hälfte der CO2-Emissionen aus dieser Stromproduktion verantwortlich. Insgesamt befinden sich sieben deutsche Kraftwerke unter den europaweit zwölf größten CO2-Schleudern, darunter die Lausitzer Kraftwerke Boxberg, Jänschwalde und Schwarze Pumpe. Auch mit “modernster” Technik stößt jedes Kohlekraftwerk enorme Mengen an klimaschädlichem Kohlendioxid aus. Ohne einen schrittweisen Kohleausstieg in den nächsten 20 Jahren wird daher keines der deutschen und auch keines der europäischen Klimaziele erreichbar sein. Als Brandenburger Landesverband setzen wir uns daher mit aller Kraft dafür ein, dass der Kohleausstieg im Wahlkampf einer unser Kernpunkte wird. Darüber hinaus ist aus unserer Brandenburger Sicht ein Kohleausstiegsfahrplan ähnlich dem Fahrplan zum Atomausstieg Voraussetzung für eine Regierungs­beteiligung nach der kommenden Bundestagswahl. Konkret fordern wir:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>1) Neue Tagebaue im Bundesberggesetz verbieten<br>
Als Erstes sollen im Bundesberggesetz die Erschließung neuer Tagebaue sowie neue Enteignungen und Umsiedlungen ausgeschlossen werden. Zudem wird die schrittweise Beendigung der Braunkohleförderung geregelt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>2) CO2-Budgets für fossile Kraftwerke einführen<br>
Besonders dreckige Kohlekraftwerke sollen sofort vom Netz genommen und für alle anderen degressive CO2-Budgets vorgegeben werden, damit auch diese Schritt für Schritt stillgelegt werden. Damit bleibt den Unternehmen eine gewisse Flexibilität, um einen strukturierten Ausstiegspfad gehen zu können.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>3) Umwelt- und Gesundheitsschutz durchsetzen<br>
Die Privilegierung der Kohleverstromung im Immissionsschutzrecht soll aufgehoben werden. Dazu wird das Immissionsschutzrecht novelliert, die Einhaltung von strengen Emissions­grenzwerten für krebserzeugende Stoffe sichergestellt und die schrittweise Einführung der US-Grenzwerte für Quecksilber eingefügt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>4) Finanzierung der Folgelasten sichern<br>
Um die Finanzierung aller Rekultivierungs- und Nachfolgelasten nach Beendigung des Braunkohletagebaus abzusichern, wollen wir die in den Braunkohleunternehmen die zu diesem Zweck bestimmten Rückstellungen in einer öffentlich-rechtlichen Stiftung sicherstellen. Die Finanzmittel der Stiftung werden durch eine Abgabe auf die bis zur endgültigen Stilllegung der Tagebaue noch abgebaute Braunkohle ergänzt. Finanzvolumen der Stiftung sowie Abgabenhöhe werden auf Basis eines unabhängigen Gutachtens über die Kostenschätzung aller Rekultivierungs- und Nachfolgelasten festgelegt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>5) Sozialkosten finanzieren<br>
Zwar liegt der größte Teil des Abschieds von der Kohle bereits hinter uns. Trotzdem sind noch immer tausende Arbeitnehmer*innen in der Kohleindustrie beschäftigt. Wir wollen den direkt Betroffenen einen sozialverträglichen Umstieg ermöglichen. Hier gilt es in Zusammenarbeit mit den Gewerkschaften sanfte Übergänge zu ermöglichen. Ver.di hat dazu bereits einen ersten Vorschlag vorgelegt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>6) Begleitgremium einrichten<br>
Als Begleitgremium des Ausstiegsprozesses wird eine pluralistisch zusammengesetzte „Kommission Kohleausstieg“ eingesetzt. Der Diskurs soll dazu dienen, jahrelange Grundsatzkonflikte zu vermeiden und stattdessen zu einer klaren und planungssicheren Zukunftsperspektive für alle Beteiligten zu kommen. Als Vorbild können die ebenfalls im breiten Konsens erzielten Ausstiege aus der Atomkraft und der Steinkohle sowie die Suche nach einem Endlager für Atommüll dienen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>7) Regionalen Ausstieg europäisch unterstützen<br>
Parallel zum nationalen Kohleausstieg gilt es, den europäischen Emissionshandel wieder wirksam zu machen. Dazu sind die bereits heute überschüssigen 2 Mrd. CO2-Zertifikate sowie die durch den Kohleausstieg zusätzlich freiwerdenden CO2-Zertifikate vom Markt zu nehmen, um einen weiteren Preisverfall zu verhindern. Bis zur Umsetzung der Neuausrichtung des EU-Emissionshandels wollen wir, dem Beispiel Frankreich folgend, einen Mindestpreis von zunächst 20 Euro je Tonne CO2 einführen. Die Einnahmen aus dem Emissionshandel sollen zusätzlich zu den existierenden Regional- und Kohäsionsfonds genutzt werden, um den Strukturwandel in den vom Kohleausstieg betroffenen Regionen abzufedern, Human- und Infrastrukturressourcen in den Regionen zu binden und Alternativen zu fördern. Hierbei sind Regionen zu bevorzugen, deren Wirtschaftskraft unter dem EU-Durchschnitt liegt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Den Strukturwandel auf Landesebene gestalten</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Selbstverständlich wird der Ausstieg aus der Kohle nicht ohne Spuren an den betroffenen Regionen, insbesondere auch an der Lausitz, vorbei gehen. Je früher gerade von politischer Seite dieser Wandel, der ja bereits seit längerem läuft, gestaltet wird, desto strukturierter kann er gestaltet werden. Verschließt jedoch die Brandenburger Landesregierung weiter die Augen vor der Realität, droht ein hartes Ende der Kohleregion. So hat beispielsweise EPH nicht ohne Grund seine Zusagen zur Beibehaltung von Tarifverträgen und Gewinnen auf lediglich fünf Jahre begrenzt. Von der Landesregierung fordern wir:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>1) Sicherstellung der Rücklagen<br>
Solange die für die Finanzierung aller Rekultivierungs- und Nachfolgelasten gebildeten Rücklagen auf Bundesebene noch nicht gesichert wurden, muss die Brandenburger Landesregierung die Rückstellungen von EPH beim Landesbergamt sicherstellen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>2) Lausitzfonds<br>
Zugleich braucht es aus Bündnisgrüner Sicht in den betroffenen Regionen einen Fonds für eine präventive Strukturpolitik sowie zur Vermeidung von sozialen Härtefällen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>3) Koordinierende Plattform<br>
Es gibt bereits vielfältige Initiativen in der Lausitz, die den Strukturwandel vorantreiben wollen: die Lausitzer Perspektiven, die Innovationsregion Lausitz GmbH, Strukturwandel Jetzt, uvm. Alle beklagen, dass es keine koordinierende Plattform für ihre Anliegen gibt. So sind beispielsweise die für den Strukturwandel beim Bund bereits eingestellten Mittel nicht abgeflossen, weil es von Seiten Brandenburgs an Koordinierung fehlte.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>4) Ein übergeordnetes Konzept<br>
Grundlage muss ein Konzept für die Lausitz sein. Dabei halten wir es für unabdingbar, dass sich die sächsische und die brandenburgische Landesregierung zusammensetzen und ein Konzept für die gesamte Lausitz entwerfen. Da sowohl der Ausstieg als auch der Strukturwandel eine grenzüberschreitende Aufgabe darstellen, gilt es den polnischen Teil der Lausitz über die dortigen Wojewodschaften bei der politischen Planung und Gestaltung einzubinden, um den Ausstieg aus der Braunkohle sowie die begleitende Gestaltung des Strukturwandels abzusprechen und gemeinsam zu koordinieren.<br><br>
Am Beginn muss eine Analyse stehen für welche anderen zukunftsfähigen Wirtschaftszweige die Infrastruktur und das Know-how der Braunkohle­industrie noch eingesetzt werden kann, was in der Lausitz neben der Braunkohle bereits besteht und gestärkt werden kann und was bisher von der Braunkohle behindert wurde und jetzt durchstarten kann. Die mit den vielen qualifizierten und erfahrenen Fachkräfte in der Region bestehenden Kompetenzen müssen entschlossen als Standortvorteil für die Ansiedlung von Anlagen- und Ausrüstungs­herstellern aus dem Bereich der Energiewende genutzt werden, um einen Großteil der gut bezahlten Industriearbeitsplätze in der Region zu halten. Dafür muss die bereits bestehende Vielfalt von mittelständischen und kleinen Unternehmen gepflegt und erweitert werden. Der Tourismus kann ebenfalls auf den Strukturwandel zugeschnitten werden. Zudem muss der Bildungs-, Forschungs- und Wissenschaftsstandort auf diese Prozesse profiliert werden. Schließlich müssen die infrastrukturellen Mängel im Bereich Internet und Mobilität, wie die Eingleisigkeit zwischen Lübbenau und Cottbus, beseitigt werden.</p></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><em>Die Klimakrise ist die größte Gefahr der Menschheit</em>. Angetrieben durch diese Handlungsaufforderung des Generalsekretärs der Vereinten Nationen verabschiedete die Weltgemeinschaft vor einem Jahr in Paris ein neues Klimaabkommen, in dem sich alle Staaten dazu verpflichten, alles dafür zu tun, dass die Erderwärmung auf deutlich unter 2 Grad Celsisus, wenn nicht gar 1,5 Grad bleibt. Seit dem 04. November ist der Pariser Klimavertrag auch offiziell in Kraft. Von dem darin verankerten Umsetzungsziel, dass ab Mitte der zweiten Jahrhunderthälfte weltweit – und ab 2050 in den Industrieländern - nicht mehr Treibhausgase emittiert werden, als wieder absorbiert werden, ist man jedoch noch meilenweit entfernt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Denn der von Hendricks in Paris noch hoch angepriesene Klimaschutzplan 2050, ist nach den massiven Streichungen nicht mehr als heiße Luft. So wurden jegliche konkreten Zielvorgaben für die einzelnen Sektoren vom Wirtschaftsministerium und Kanzleramt herausgestrichen. Besonders intensiv war der Rotstift bei den ursprünglichen Vorschlägen zum Kohleausstieg. Mit der Deckelung der erneuerbaren Energien im Sommer dieses Jahres hatte die schwarz-rote Bundesregierung zudem bereits die deutsche Vorreiterrolle bei den erneuerbaren Energien aufgegeben.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Wenn Deutschland seinen Beitrag zur Rettung der Welt beitragen will, dann muss das Thema Klimaschutz eines der Top Prioritäten der nächsten Regierung werden. Ansonsten wird Deutschland bereits sein Klimaziel für das Jahr 2020 – die Treibhausgasemissionen um 40 Prozent im Vergleich zu 1990 zu reduzieren – krachend verfehlen. Die bereits erreichte Senkung um 27 Prozent wurden zu großen Teilen durch den Zusammenbruch der DDR-Industrie erreicht. Darauf darf sich nicht ausgeruht werden. Um aber das 40-Prozent-Ziel in vier Jahren zu erreichen, müssen wir bis dahin nochmal mindestens 150 Millionen Tonnen Treibhausgase pro Jahr einsparen. 2020 dürfen wir dann höchstens noch 750 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr ausstoßen. Da selbst die Bundesumweltministerin verdeutlichte, dass die derzeit regierenden Fraktionen der CDU/CSU und SPD das nicht leisten können oder wollen, stehen wir Bündnisgrünen hier ganz besonders in der Pflicht. Es braucht uns Bündnisgrünen um das Thema wieder auf das politische nationale Tableau zu heben.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>An dem Vattenfall-Verkauf und ebenso an den Umstrukturierungen bei RWE wird deutlich, dass selbst die konventionelle Energiewirtschaft fest davon ausgeht, dass die Stromversorgung in Deutschland zunehmend auf erneuerbaren Energien basieren wird. Unterstützt werden müssen die erneuerbaren Energie durch kleinere, effiziente und flexibel einsetzbare Gas- und Biogas-Kraftwerke sowie zunehmend auch durch Speicher. Verbunden werden müssen die vielen, dezentral eingesetzten Anlagen über ein leistungsfähiges Stromnetz, das den Strom schnell und effizient vom Erzeugungs- zum Verbrauchsort transportiert. Strombedarf und -erzeugung werden über eine intelligente Steuerung jederzeit und an jedem Ort zielsicher aufeinander abgestimmt. In diesem umweltfreundlichen und flexiblen System gibt es schlicht keinen Platz für Kohlekraftwerke. Sie sind nicht nur zu dreckig, sondern auch zu unflexibel, um auf den schnell wechselnden Strombedarf reagieren zu können.</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Fri, 28 Oct 2016 20:15:00 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>V1: Weil 2016 ist: Neue Dynamik in die Gleichstellungspolitik bringen und die Beteiligung von Frauen weiterhin konsequent fördern!</title>
                        <link>https://ldk2016brandenburg.antragsgruen.de/ldk2016brandenburg/Weil_2016_ist_Neue_Dynamik_in_die_Gleichstellungspolitik_bringen_und_-51743</link>
                        <author>LAG Frauen- und Geschlechterpolitik (beschlossen am: 22.10.2016)</author>
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                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Vor 30 Jahren haben die GRÜNEN die Frauenquote von 50% beschlossen und damit einen Meilenstein in der Gleichstellungspolitik gesetzt. Andere Parteien sind mit Quotenregelungen oder Quoren nachgezogen. Es ist zu beobachten, dass in allen Parlamenten und kommunalen Vertretungen der Frauenanteil dort besonders hoch ist, wo Parteien mit solchen Regelungen stark sind. Auffällig ist weiterhin die Beobachtung, dass der Frauenanteil in der Politik zur kommunalen Ebene hin kontinuierlich abnimmt. So beträgt der Frauenanteil im Bundestag 37,1%, im Landtag Brandenburg zu Beginn der 6. Wahlperiode 36,4%, bei den Kreistagsmandaten 25% und in den Gemeindevertretungen gerade einmal 23%. Kritisch sehen wir auch, dass der Anteil weiblicher Landtagsabgeordneter in Brandenburg nicht steigt, sondern in den letzten 12 Jahren eher gefallen ist: Er betrug in der 4. Wahlperiode (2004-2009) 44,3%, in der 5. Wahlperiode (2009-2014) 39,8% und in den 6. Landtag Brandenburg wurden gerade noch 36,4% Frauen gewählt. Dadurch, dass bei den Koalitionsfraktionen für 3 Männer 3 Frauen nachgerückt sind, konnte sich der Wert wieder bei 39,8% stabilisieren.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Was die Gleichstellung angeht, steht Brandenburg in vielen Bereichen im Bundesvergleich nicht schlecht da: Die Erwerbsbeteiligungsquote von Frauen ist mit 73% hoch und die geschlechtsspezifische Lohnungleichheit („gender pay-gap“) mit 6% niedrig. Aber: Unter den Teilzeitbeschäftigten sind drei Viertel Frauen, viele unfreiwillig, weil sie gerne mehr arbeiten würden. In Brandenburg legen mittlerweise 46% der Mädchen gegenüber 35% der Jungen das Abitur ab. Aber: An den Hochschulen sind nur 23% der Professuren weiblich besetzt. Trotz der im Schnitt besseren Schulbildung entscheidet sich weiterhin fast die Hälfte junger Frauen für nur 10 Ausbildungsberufe, darunter viele der sogenannten typischen „Frauenberufe“ mit schlechter Bezahlung und geringen Aufstiegschancen</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Auch die medizinische Versorgung muss geschlechtergerechter werden. Es gibt zahlreiche geschlechterspezifische Unterschiede hinsichtlich der Gesundheit und dem Gesundheitsverhalten, die sich auch auf die Diagnostik und Behandlung auswirken. Frauen haben zum Beispiel ein höheres Sterblichkeitsrisiko nach einem Herzinfarkt und Männer nehmen seltener an Früherkennungsuntersuchungen teil. Trotzdem haben sich die Erkenntnisse der Gendermedizin nicht wirklich etabliert.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir müssen auch selbstkritisch zur Kenntnis nehmen, dass es uns auch 30 Jahre nach Einführung der Frauenquote als Partei BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN noch nicht gelungen ist, einen annähernd hälftigen Anteil von Frauen bei den Mitgliedern zu erreichen. Mädchen und Frauen für Politik zu interessieren und zu sensibilisieren und ihnen die Bedeutung der Beteiligung an Entscheidungsgremien in Wirtschaft und Politik aufzuzeigen, bleibt weiterhin eine dringliche Aufgabe. BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN stehen zwar bundesweit mit einem Frauenanteil von 38,6% knapp vor der LINKEN auf Platz 1, in Brandenburg befinden wir uns aber mit 37,4% auf Platz 2 (LINKE 43,7%). Diese Zahlen können nicht zufrieden stellen. Genauso, wie es Ziel unseres Landesverbandes ist, die positive Mitgliederentwicklung weiter voranzutreiben, so muss es auch ein prioritäres Ziel sein, den Frauenanteil in unserer Partei weiter auszubauen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Mit dem Aufstieg der AfD auch in Brandenburg sind reaktionäre Strömungen aktuell im Aufwind. Wir müssen wieder häufiger heftige Reaktionen des neurechten Milieus gegen den sogenannten „Genderwahn“, gegen die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Mädchen in unserer Gesellschaft erleben. Frauen in Führungspositionen werden als „Quotenfrauen“ verächtlich gemacht, während Männer ihre Positionen selbstverständlich aus Qualitätsgründen innehaben. Es wird ein traditionelles Familienbild mit der Ernährerrolle des Mannes nach dem Vorbild der fünfziger Jahre der alten Bundesrepublik propagiert, welches gerade in Brandenburg den Erfahrungen der Frauen mit jahrzehntelangem selbstverständlichen Zugang zu Arbeit und Kinderbetreuung zuwiderläuft. Durch die Forderung nach einer Steigerung der „Geburtenrate der einheimischen Bevölkerung“ und „Mehr Kinder statt Masseneinwanderung“ werden antiemanzipatorische und rassistische Ressentiments miteinander verschränkt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Dabei wollen wir auch in unseren Reihen verstärkt auf Intersektionalität achten. Wir wollen uns weiter dafür öffnen, über unterschiedliche Diskriminierungsformen und ihr Zusammenwirken zu sprechen. Dies schließt Frauen mit Behinderungen ebenso ein wie Inter- und Transpersonen, langzeitarbeitslose alleinerziehende Mütter und geflüchtete Frauen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN als die Partei, für die gleichberechtigte Teilhabe und Machtverteilung konstitutiv waren,</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>- werden allen Versuchen, Frauen und Mädchen an der freien Entfaltung ihrer Talente und Fähigkeiten zu hindern, sie auf ein traditionelles Frauen- und Familienbild zu beschränken und ihre volle hälftige Repräsentanz in Entscheidungsgremien von Politik und Wirtschaft zu verhindern, eine eindeutige Absage erteilen</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>- werden der antiemanzipatorischen Propaganda der Neuen Rechten gegen Frauen, LSBTTIQ, Menschen mit Behinderungen, Migranten*innen, Langzeitarbeitslose entschiedenen Widerstand entgegensetzen</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>- werden Initiativen zur hälftigen Repräsentanz von Frauen bei Wahlen im Sinne eines Parité-Gesetzes unterstützen</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>- werden Programme zur Förderung von Frauen in Bereichen mit Unterrepräsentanz konsequent unterstützen</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>- begrüßen das Leitbild der Landesregierung Brandenburg „Gleiche Chancen für Frauen und Mädchen“</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>- fordern hauptamtliche kommunale Gleichstellungsbeauftragte in allen neuen Kreisen und Hauptverwaltungen auf Gemeindeebene mit mindestens 50% der vollen wöchentlichen Arbeitszeit (in Kreisen 100%)</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>- werden mit den Wirtschaftsverbänden, der Agentur für Arbeit, den Kammern und Gewerkschaften an Konzepten für mehr Lohngerechtigkeit arbeiten</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>- fordern eine auskömmliche Finanzierung von Frauen- und LSBTTIQ-Verbänden, Frauenhäusern und Gewaltschutzmaßnahmen</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>- setzen sich für eine geschlechtergerechte Sprache ein</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>- unterstützen die Weiterentwicklung der Gendermedizin im Land Brandenburg</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Innerparteilich wollen wir:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>- bei der Gewinnung neuer Mitglieder gezielt Frauen ansprechen und den Frauenanteil in unserer Partei bis 2020 auf 45% erhöhen</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>- Sitzungs- und Diskussionskultur auf verschiedenen politischen Ebenen kritisch betrachten, um Zugangshürden für Frauen abzubauen</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>- Formate entwickeln, um Frauen und Mädchen für Politik zu interessieren</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>- insbesondere im kommunalen Bereich Strategien zur Frauenförderung und Frauengewinnung entwickeln</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>- unser seit 2013 laufendes erfolgreiches Frauenmentoring-Programm verstetigen und finanziell besser ausstatten</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>- die Gründung von Frauenstammtischen unterstützen</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>- die öffentlichkeitswirksame Auszeichnung von besonders engagierten Frauen („grüne Gründerin“, „Aktivistin des Monats“ etc) voranbringen</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>- Sexismus auch innerhalb unserer Partei identifizieren und dagegen vorgehen</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Weil 2016 ist! Weil wir mehr Teilhabe von Frauen wollen und den rollback von Geschlechterrollen nicht hinnehmen werden! </strong></p></div></div><h2>Begründung</h2>]]></description>
                        <pubDate>Tue, 25 Oct 2016 22:09:00 +0200</pubDate>
                    </item></channel></rss>